Reichelsdorf zu stark - knappe Niederlage

Zum Ligaauftakt im Bezirk (B2a) durften wir zur SG Schwabach/Reichelsdorf. Die Gastgeber starteten mit ihren acht Stammspielern, wir ersetzten unser Brett 6 mit Tornalf. Es würde nicht leicht werden, da wir nur auf einem Brett einen Stärkevorteil hatten.


Brett 2: Erich Münster kam erstmal fast eine Stunde zu spät, weil er ins falsche Spiellokal fuhr. Sein Lc5-Spanier kannte sein erfahrener Gegner und umschiffte die Fallen in dieser Variante. Nach einer Stunde drängte Erich aufs Remis. 0½-0½.

Brett 5: Mannschaftsführer Manfred Münster wollte mit Weiß kein Skandinavisch mitspielen und lockte seinen Gegner, den Bauern vorzuziehen. Doch der tauschte einfach selbst. Nachdem die Entwicklung beider Spieler abgeschlossen war, zogen sie noch ein wenig hin und her - Remis geht in Ordnung. 1:1.

Brett 8: Tornalf Lehmann musste sich gegen einen 200DWZ-besseren Gegner behaupten. Dies ging im Damengambit als Schwarzer ganz gut. Doch dann belagerten die gegnerischen Figuren den d-Bauern. Der war nur durch Trickserei zu halten. So geknebelt konnte Tornalfs Gegner auf den Königsflügel wechseln und seine Bauernstruktur zerstören. Danach gings nur noch rückwärts. 1:2.

Brett 1: Jörg Planner musste sich gegen einen frei aufspielenden Gegner mit einer Art Wolga-Gambit herumschlagen. Doch dies schaffte für Jörg auch eigene Felder für seine Figuren. Der Gegner warf alles auf einen Königsangriff und opferte sogar einen Turm. Jörg hielt die Stellung und am Ende war der Mehrturm ausschlaggebend für seinen Sieg. 2:2

Brett 6: Fabian Reinfelder kam neu in die Mannschaft. Und gleich bekam er die rauhe Luft der Bezirkliga zu spüren. Er kam gut aus der Eröffnung und dann ging es in der Stellung darum, wer seinen Freibauern besser laufen lässt. Irgendwie kam eine Qualität abhanden. Dies nutzte sein Gegner zum Rückopfer. Am Ende hatte Fabian zwei Bauern eingebüsst, da war nicht mehr drin. 2:3

Brett 4: Udo Röschinger spielte eine Sizilianische Variante und stand kompakt. Dann übersah er einen Doppelangriff und seine Stellung brach zusammen. Sein Gegner hatte einen Mehrbauern auf d6 und liess keinen Gegenangriff zu. Der Bauer war nicht aufzuhalten. 2:4

Brett 6: Jan Wiedemann spielte ein London-System und beide kamen in gewohnter Stellung aus der Eröffung. Jan unterschätzte den Angriff auf dem Damenflügel und büsste einen Bauern ein. Er versuchte ein Figurenopfer, doch sein Gegner passte in der schwierigen Stellung auf. Jan musste die Waffen strecken. 2:5

Brett 3: Peter Schiefer war nach seiner sehr erfolgreichen letzten Saison auch neu in die 1. Mannschaft gekommen. Im Damengambit stellte er seinen Gegner immer wieder vor schwierigen Entscheidungen. Im Schwerfigurenendspiel liess er sich aber in eine Fesselung stellen, die fast die Partie gekostet hätte. Sein Gegner wollte ins Turmendspiel gehen und tauschte bis auf einen Turm alle Figuren ab. Peter hatte mit seinem Turm ein Tempo mehr und konnte die gegnerischen Freibauern aufhalten und erobern. Da gab sein Gegner auf. 3:5.

Der Auftakt ist trotz Niederlage kein Beinbruch. Nächste Runde am 15.10 geht es wieder mal nach Rothenburg. Da sind wir dann Favorit und können mit einem Sieg alles ausgleichen.
Leider ist der Ligamanager nicht richtig funktionsfähig und nur eine Notlösung. Im Laufe der Saison wird auf ein neues Programm umgestellt.

https://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/mfr/ergebnisse/spielplan.htm?ligaId=2194

UR

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