Spannung in Cadolzburg

In der 3. Runde waren wir Gast in Cadolzburg beim Tabellenführer. Gegen diese Mannschaft kann es alles geben, von einer Klatsche oder ein enges Match. Und das wurde es dann auch wieder.

Brett 2: Erich spielte im Spanier die Cordel-Eröffnung mit Sd4. Er überließ dem Gegner das Zentrum, konnte sich aber trotzdem gut entwickeln.Eine kleine Unaufmerksamkeit ließ seinen Gegner in die Stellung einbrechen. Hier übersah Erich ein Damenopfer seines Gegners und hatte nach einer Stunde eine Figur weniger. 0:1
Brett 3: Udos Gegner spielte die Hauptvariante im Franzosen. Nach der Entwicklung öffnete sein Gegner die f-Linie. Doch nach 20 Zügen einigte man sich auf Unentschieden, da es weitreichende Berechnungen erforderte, wie es weitergehen könnte. In der Analyse wäre für Udo ein schwieriges Turm gegen 2 Läufer-Endspiel entstanden mit unklarem Ausgang. 0½:1½.
Brett 8: Der Gegner von Heinz spielte einen klassischen Italiener. Beide konnten ihre Figuren entwickeln. Dann schlichen sich einige ungenaue Züge bei Heinz ein, und so kam er ins Hintertreffen. Sein Gegner schaffte es die Dame auf die h-Linie zu bringen. Heinz hatte keine Möglichkeit mehr den Mattangriff abzuwehren. 0½:2½.
Brett 7: Tornalf spielte frei auf. Gegen den Pirc öffnete er die Mitte und konnte jede Klippe umschiffen. Nach 30 Zügen gabs eine Zugwiederholung und Tornalf belohnte sich mit einem Remis. 1:3
Brett 4: Dieter konterte mit Budapester Gambit. Sein Gegner wich früh von den ausgetretenen Pfaden ab und es entstand ein Schwerfigurenendspiel. Gefühlt hatte sein Gegner mehr Raum und mehr vom Spiel. Doch Dieter lauerte auf Damentausch und schaffte diesen dann auch. Dann war die Luft raus und es kam zur Punkteteilung. Die Analyse zeigte, dass Dieter vor dem Damentausch die Möglichkeit hatte einen Bauern zu gewinnen. Doch ob das gereicht hätte zum Sieg wäre fraglich. 1½:3½
Brett 5: Unser Mannschaftsführer spielte Sc3 und sein Gegner zauberte daraus einen Franzosen. Manfred konnte sich besser und schneller entwickeln und griff umgehend auf die Schwäche der vorgerückten Rochadebauern an. Ihm gelang es relatv einfach, die g-Linie zu öffnen. Später opferte er einen Turm und gewann die Dame. 2½:3½
Brett 1: Jörgs Gegner wählte ein angenimmenes Damengambit, Jörg hatte ein bisschen Raumvorteil und zerstörte die Bauernstruktur der Rochadestellung. Mit knapper Zeit aber ohne Not gab sein Gegner einen Läufer für zwei Bauern. Unser Starspieler wickelte ins Endspiel ab und hatte somit eine thoretisch gewonnene Stellung. Jörgs weißfeldriger Läufer sorgte für Zugzwang und so konnte er den gegnerischen König zurückdrängen. 3½:3½
Brett 6: Jan hatte es mit Englisch zu tun. Im Botwinnik geht es um Position und aktivem Angriff, meist auf dem Königsflügel. Sein Gegner öffnete die f-Linie. Jan ergriff eine Chance Leichtfiguren zu tauschen und gab einen Bauern. Leider griff er nicht exakt genug an und so konnte sein Gegner den Bauern behalten. Dann musste Jan unvorteilhaft zwei Figuren für einen Turm abtauschen. Nach dem Damentausch hätte Jan es seinem Gegner noch lange schwer machen können, doch im Verlauf waren Springer und Läufer mit den Freibauer leider zu stark. 3½:4½

Es war wieder so knapp. Fast hätten wir einen Punkt entführen können. Passiert ist noch nichts. Ende Januar geht es gegen VfL Anderssen Nürnberg. Übrigens fehlt ein Ergebnis zwischen Großenseebach1 und Neumarkt2. Wahrscheinlich wurde der Wettkampf verschoben. Sobald eine Klärung bekannt ist, werden wir dies mitteilen.

Link zur Tabelle: https://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/mfr/ergebnisse/spielplan.htm?ligaId=1958

UR

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