Tabellenführer zu stark für uns

Eine ganz enge Kiste gab es gegen den Tabellenführer SG Erlangen. Lange Zeit konnten wir gegenhalten. Die bessere Kondition hatten jedoch die Gäste.

Erich Münster spielte nach 18 Remis. Mit seinen Zentrumsbauern versuchte er durchzubrechen, doch sein Gegner konterte mit einem Angriff auf h2. Man einigte sich nach knapp 100 Minuten an Brett 2 auf Zugwiederholung ½-½.

An Brett 1 übersah Jörg in besserer Stellung einen Einbruch des Gegners auf die 7. Reihe. Ärgerlich, dass er in Zeitnot diesen unnötigen Fehler beging. Zwar kam sein Gegner etwas besser aus der Eröffnung heraus, doch Jörg konnte dann doch einen Bauern gewinnen. Leider fand er nicht die besten Züge, um die Damen zu tauschen. So konnte sein Gegner (2160DWZ) auf a7 und d7 seinen Vorteil umsetzen. 0½:1½.

Auch bei Peter Schiefer (Brett 8) ging  sein Angriff nicht auf. Im Damenbauernspiel besetzte er die Zentrumsfelder. Sein Gegner stocherte etwas herum, was Peter dazu verleitete zu schnell anzugreifen. Er gewann einen Bauern, jedoch kam er in Zeitnot. Hier brachte er seinen König nicht rechtzeitig auf den sicheren Damenflügel. Dann verteidigte er sich ungenau. Dies kostete die Stellung. 0½:2½.

Nun mussten unsere verbliebenen Bretter ihre Partien schärfer spielen. Thomas Horneber hatte einen schwachen d6-Bauern auf Brett 3. Sein Gegner konnte am Damenflügel einen Raumvorteil sichern. Im Dame-Turm-Endspiel entschloss er sich ein Matt zu drohen, doch sein Gegner kam mit Tempo in die Stellung und konnte ein Matt #7 erzwingen. 0½:3½.

Auf Brett 5 versuchte Dieter Lunz einen Franzosen. Sein Gegner spielte eine orthodoxe Variante und konnte so einen kleinen Vorteil herausspielen. Dieter verzichtete auf die Rochade, um auf der g-Linie angreifen zu können. Sein Gegner haute aber gute Antworten auf alle Angriffsversuche raus. So entschied sich unser Brett 5 zum Qualitätsopfer. Die Stellung gestaltete sich nach der Öffnung der b-Linie immer schwieriger. Seine Figuren standen sehr passiv. Die nutzte sein Gegner sehr gut aus und setzte unseren Spieler Matt. 0½:4½.

Brett 7: Jan Wiedemann ließ es ruhig angehen. Sein Gegner versuchte nach diversen Tauschen die Damen vom Brett zu nehmen. Dafür bekam Jan die a-LInie für seinen Turm. Es entstand ein Turm-Spiringer-Endspiel, wobei Jan alle Möglichkeiten offen standen. Nachdem der Wettkampf schon entschieden war, willigte er zum Remis ein. Die Abbruchstellung sah aber einen großen Vorteil für Jan. Der Computer zeigte, dass der schwarze König recht einfach die weiße Stellung überrennen konnte. 5:1.

Endlich gewann Manfred Münster. Sein Gegner hatte zwar zeitweise sogar 2 Bauern weniger, doch konnte er nach Damentausch einen Freibauern nach b2 setzen. Aber unser Brett 4 löste ein Turmpaar auf und konnte seinen eigenen Freibauern losschicken. Eine Kombi brachte dann auch noch einen Qualitätsgewinn und der Freibauer war vom gegnerischen Läuferpaar nicht mehr aufzuhalten 5:2.

Udo Röschinger musste am längsten spielen. Im Engländer tauschten sich alle Figuren bis auf die Damen. Leider rechnete unser Brett 6 falsch und so gingen 2 Bauern verloren. Doch Udo steckte nie auf und versuchte immer wieder ein Dauerschach-Netz aufzubauen. Dann stellte sein Gegner unseren Spieler ins Patt. Dies ließ sich Udo nicht mehr nehmen. Mit viel Dusel schaffte er ein Remis. 5½:2½.

Leider waren die Erlangener am Ende doch recht überlegen. Wenn man ein wenig mehr Glück hätte wäre, halber Punkt mehr auf Brett 1. Brett 3 und 5 müssten auch nicht verlieren. Brett 7 kann gewinnen, dafür verliert Brett 6. Am Ende bleibt ein knapper Sieg für die Gegner. So dominieren Erlangen, Fürth und Cadolzburg mit 7:1 die Liga. Wir stehen auf Rang 6. Im neuen Jahr gehts nach Rothenburg am 22.01. spielen wir gegen die 2. Mannschaft.

https://www.ligamanager.schachbund-bayern.de/mfr/ergebnisse/spielplan.htm?ligaId=1046

UR

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